Nürburg, 11.08.2021, von Tim Schulenburg

Betrieb des BR-Camps am Nürburgring

Die Fachgruppe Infrastruktur wurde zum Betrieb des neuen Bereitstellungsraumes BR-Camp am Nürburgring angefordert. Seit über einem Monat sind Helferinnen und Helfer des THW vor Ort im Einsatz und benötigen somit auch selbst eine gewisse Infrastruktur im BR-Camp.

 

Unwetterkatastrophe in Südwestdeutschland: Starkregen des Tiefs Bernd haben in wenigen Tagen ganze Orte in NRW und Rheinland-Pfalz geflutet. Um Menschenleben, aber auch Infrastruktur und Sachwerte zu retten, sind mehrere Tausend THW-Kräfte unermüdlich im Einsatz. Sie sichern Deiche und Talsperren, um das Wasser zurückzuhalten. Dort, wo es nicht mehr zurückzuhalten war, pumpen sie Häuser, Straßen und Keller ab. Gleichzeitig liefern sie Strom und Trinkwasser dorthin, wo die Fluten die Infrastruktur zerstört haben. Ein Unwetter, viele Einsätze, viele Schicksale. (Quelle: facebook.com/thw.de 20.08.2021 15:58)

Tag 1 (11.08.2021): Vorbereitungen

Im Rahmen der Vorbereitungen zur Abfahrt zum Bereitstellungsraum Camp am Nürburgring wurde der Mannschaftslastwagen der Fachgruppe Infrastruktur mit benötigtem Werkzeug und Material beladen. Es erfolgte eine telefonische Absprache mit den abzulösenden Kräften, die bereits vor Ort im Einsatz waren. Der Schwerpunkt unserer Aufgaben sollte im Bereich Elektroversorgung liegen. Zum Transport von persönlicher Ausstattung, Feldbetten und weiteren Dingen wurde der neue MTW der Fachgruppe und der PKW-Anhänger der THW-Jugend Neustadt in Holstein genutzt.

Tag 2 (12.08.2021): Anreise und Organisation

Um 4 Uhr morgens sind wir gestartet, um zum BR-Camp am Nürburgring zu verlegen. Die 630 Kilometer lange Anfahrt haben wir in ca. 10 Stunden mit Pausen und Fahrerwechsel erledigt. Damit wir ab 17 Uhr unseren Einsatz beginnen konnten, haben wir das uns zugewiesene BR500 Zelt bezogen und unser mitgebrachtes Zelt als Material- & Werkzeuglager in der Stelle Infrastruktur aufgebaut. Wir haben den MLW4 teilweise entladen, um flexibel kleinere Transporte durchführen zu können und an alle Werkzeuge heranzukommen. Der Gruppenführer informierte sich bei einem Übergabegespräch mit anderen Einheitsführern über die anstehenden Arbeiten.

Tag 3 (13.08.2021): Kabelzuschnitte und Energieversorgung

Damit der gesamte Bereitstellungsraum möglichst effizient und wartungsarm mit elektrischer Energie versorgt werden kann, wurde eine Energieverteilung von einem zentralen Punkt aus geplant. Unsere Aufgabe war es gemeinsam mit Helfern aus den Ortsverbänden Norderstedt und Nordhorn über eine Strecke von 460 Metern eine Kabelverbindung mit 150 mm² starken Einzeladern herzustellen. Dabei wurden 50 Meter lange Kabel geschnitten zu einem Bündel aus 10 einzelnen Kabel verpackt. Am Abend stellten wir außerdem die Energieversorgung eines zusätzlichen Sanitärbereiches im Camp 2 her. Dabei wurden Pumpen, Heizgeräte, Zeltbeleuchtungen und WC-/Duschcontainer mit vorgefertigten Kabeln und Adapter aus dem BR-500 Materialanhänger an einen Baustromverteiler angeschlossen.

Tag 4 (14.08.2021): Steckermontage und Kabelbrücken

Zwei Helfer haben mithilfe eines Teleskopladers aus einem Arbeitskorb heraus die am Vortag vorbereiteten Kabelstücke an einer Traverse befestigt. Auf der zu überquerenden Campstraße kann somit auch häufiger Verkehr mit Großfahrzeugen kein Schaden an den Kabeln anrichten. Außerdem wurde an der Traverse Beleuchtung installiert. Weitere Helfer haben zu dieser Zeit mit der Montage der POWERLOCK Stecker an den Kabelenden begonnen. Der Ortsverband Nordhorn hat auf dem anderen Ende die Kupplungen montiert. An einem selten befahrenen Feldweg wurde dieser durch Ausheben eines Kabelgrabens gekreuzt, dabei werden die Kabel mit einem HT-Rohr vor den scharfkantigen Steinen im Erdreich geschützt. Auch bei dem Einziehen der Kabel in das Leerrohr unterstützte uns der Ortsverband Nordhorn. Die Zusammenarbeit bei diesen Einsätzen ist unerlässlich und funktionierte wieder einmal perfekt.

Tag 5 (15.08.2021): Kabel ziehen und Beladung

Am letzten Tag vor Ort haben wir die fertigen Kabel mit dem MLW4 an die vorgesehenen Stellen gezogen und die Stecker und Kupplungen verbunden. Die Inbetriebnahme erfolgte gemeinsam mit den Ortsverbänden Nordhorn und Norden. Wir haben unser Werkzeug- und Materialzelt abgebaut und dieses im MLW4 verladen. Zeitgleich haben wir mit der Beladung des MTW und dem Jugendanhänger begonnen. Während unseres Aufenthaltes unterstütze unser Zugführer die Leitung der Stelle Infra, um seine Erfahrungen aus früheren Bereitstellungsräumen einbringen zu können. Am Nachmittag traten wir die Rückfahrt in den Heimatortsverband an.

Tag 6 (16.08.2021): Abreise

Nach einem Gruppenfoto mit unseren Fahrzeugen vor dem Camp 2 fuhren wir bis spät in die Nacht zurück zum Heimatortsverband. Auf dem Weg gab es auf einem Rastplatz eine Abendbrot-Pause und einen Fahrerwechsel.


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